Lectiones Vitae

Lektionen meines Lebens und Sätze. Von Markus Lochmann

Satz 10

“Der Schmerz der Welt ist die Nahrung meiner Kunst.”

Satz 9

“Das Schöne am Altwerden ist, dass alles wieder neu wird – weil man so vieles vergessen hat.”
(aus einer amerikanischen Internet-Livesendung)

Satz 8

Das Gute ist die schlichte Abwesenheit des Bösen – für denjenigen der das wahrhaft Böse erlebt hat.

Satz 7

Die Wertigkeit eines Lebens bemisst sich nach der Anzahl der erlebten Wunder.

Lektion 8: Von der Hoffnung

Sie kennen das: Auf dem Weg von A nach B in einer fremden Stadt verfahren Sie sich und kommen an eine Sackgasse. Weil diese jedoch in die richtige Richtung weiter führt, fahren Sie in diese Sackgasse hinein – nur um an deren Ende doch wieder mühsam wenden zu müssen.

Warum tun wir das? Das Sackgassenschild hat ja schließlich niemand ohne Grund am Anfang der Straße aufgestellt! Jede Vernunft müsste uns sagen, dass sich das Einfahren nicht lohnt. Und dennoch fahren wir hinein, in das “Dead End”, wie die Amerikaner so treffend formulieren.

Der Grund unseres irrationalen Verhaltens ist, dass wir Hoffnung haben. Gegen alle Widerstände und jede Vernunft hoffen wir, dass die Strasse weiter geht, obwohl jemand ein Sackgassenschild an den Anfang gestellt hat. Gleichzeitig vertrauen wir mehr in unseren eigenen Verstand, als in den des Schilderaufstellers, des Straßenplaners oder der menschlichen Gemeinschaft.

Genauso tun wir mit unserem Leben. Obwohl wir wissen müssten, dass es eine Sackgasse ist an deren Ende der Tod steht, tun wir so, als hätten wir das Schild nie gesehen.

Lektion: Hoffnung ist gut – aber oft auch unbegründet. Vernunft ist auch gut – aber Vertrauen in die Vernunft anderer ist manchmal besser. Nur Hoffnung gepaart mit Vertauen lässt uns den richtigen Weg finden – wenn wir die Zeichen beachten, die für uns aufgestellt sind.

Satz 6

Freiheit ist die Kraft der Schöpfung.

Satz 5

Die Würde des Menschen ist das Recht des kleinen Mannes das zu werden, was er sein kann.

Lektion 7: Die Glaubwürdigkeit von Finanzministern

In Zeiten der bevorstehenden Euro-Krise eine kleine Erinnerung: Im Herbst 1991 rutschte Finnland in eine tiefe Rezession. Noch am 14.11. versicherte der damalige Finanzminister Iiro Viinanen in den Hauptnachrichten des Fernsehens: “Die Mark wird nicht abgewertet”. Am nächsten Morgen hatte die Währung 15% ihres Wertes verloren. In der Folge stieg die Arbeitslosigkeit innerhalb von Monaten von 6 auf 20% und 40% aller Kleinunternehmen des Landes waren insolvent (meines und das meines Vaters inklusive), weil das Bankensystem nur noch Kredite in Fremdwährungen ausgegeben hatte. 90% aller Banken des Landes gingen Pleite, Sparkassen genauso wie öffentliche Institute.

Lektion: Traue niemals den Aussagen eines Finanzministers. Niemals.

Satz 4

“Papa, ich bin mein eigenes Problem!” (Ann-Sophie, 13)

Satz 3

Terrorismus ist nie religiös. Er ist immer und zutiefst politisch.